DER KNOSCHPENMACHER

Am Ober-Oberst-Hof in St. Gertraud im Ultental entsteht ein Paar nagelbeschlagene Stallknoschpen. Zunächst wird das ‚Übergeschüach‘ aus Leder mit dem Kneip zugeschnitten. Aus einem Stamm Lärche arbeitet der Bruder dann mit Beil, Dechsel und einem Handstemmeisen die Sohlenform heraus. Ein dritter geschickter Bauer, der sich aufs Reparieren von Schuhen versteht, zwirnt das Garn zum Nähen der Lederteile. Das Garn aus Flachs wird mit Bienenwachs und Baumpech und mit einem ‚Lall‘ unter Wärmeerzeugung eingestrichen. Dann näht er die Lederteile mit diesem Garn zusammen, wobei eine Schweinsborste als Nähnadel dient, die an die Garnenden geflochten wurde. An der Sohle wird nun ein Rand in Dicke des Leders abgestemmt und man setzt die eigens vom Schmied gefertigten ‚Knoschpennägel in die Sohle. Schließlich erfolgt über einem hölzernen Leisten das Aufziehen des ‚Übergeschüachs‘ auf die Sohle und seine Befestigung mittel eigens dafür geschmiedeter ‚Aufschlagnagelen‘. Den Film drehte Franz J. Haller 1981/82 auf 16mm Film. mit Unterstützung des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in Wien.

 
 

DER KNOSCHPENMACHER

Am Ober-Oberst-Hof in St. Gertraud im Ultental entsteht ein Paar nagelbeschlagene Stallknoschpen. Zunächst wird das ‚Übergeschüach‘ aus Leder mit dem Kneip zugeschnitten. Aus einem Stamm Lärche arbeitet der Bruder dann mit Beil, Dechsel und einem Handstemmeisen die Sohlenform heraus. Ein dritter geschickter Bauer, der sich aufs Reparieren von Schuhen versteht, zwirnt das Garn zum Nähen der Lederteile. Das Garn aus Flachs wird mit Bienenwachs und Baumpech und mit einem ‚Lall‘ unter Wärmeerzeugung eingestrichen. Dann näht er die Lederteile mit diesem Garn zusammen, wobei eine Schweinsborste als Nähnadel dient, die an die Garnenden geflochten wurde. An der Sohle wird nun ein Rand in Dicke des Leders abgestemmt und man setzt die eigens vom Schmied gefertigten ‚Knoschpennägel in die Sohle. Schließlich erfolgt über einem hölzernen Leisten das Aufziehen des ‚Übergeschüachs‘ auf die Sohle und seine Befestigung mittel eigens dafür geschmiedeter ‚Aufschlagnagelen‘. Den Film drehte Franz J. Haller 1981/82 auf 16mm Film. mit Unterstützung des Österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung in Wien.

 
 

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