Die Südtiroler in Mussolinis Abessinienkrieg 1935-37

DIE SÜDTIROLER IN
MUSSOLINIS ABESSINIENKRIEG
1935 – 1941

Etwa 1300 Südtiroler dienten nolens volens im Heer des ungeliebten neuen ‚Vaterlandes Italien’, um Mussolinis kolonialistisch geprägten Größenwahn eines Römischen Imperiums durch den infamen Überfall auf das Kaiserreich Äthiopien zu konsolidieren. Hunderte Südtiroler desertierten nach Österreich, Deutschland oder in die Schweiz:
Fast unbehelligt vom Völkerbund, marschierten am Horn von Afrika etwa 500.000 Italiener auf. Das faschistische Regime führte diesen modernen Massenkrieg brutal, sogar unter Einsatz von über 600 Tonnen Giftgas, das seit dem ersten Weltkrieg international geächtet war.
Die Filmdokumentation straft den in Italien weit verbreiteten Mythos vom ‚humanen’ italienischen Kolonialismus Lügen. Filmmaterial von damals, das 70 Jahre in Archiven schlum-merte, erhellt den Hintergrund dieses unrühmlichen Kapitels des italienischen Imperialismus.
17 Südtiroler fielen in Italienisch-Ostafrika. In Südtirol selbst sind die Zeichen und Spuren dieser schrecklichen Ereignisse rund um den kolonialen Genozid an etwa 600.000 Menschen auf Denkmälern und in Straßennamen immer noch sehr präsent.
Zu denken gibt dabei allerdings, dass von europäischer und italienischer Seite, bisher nur sehr wenig zur Aufarbeitung dieses düsteren Abenteuers unternommen wurde.

hallerfilm@yahoo.de
© 2009

 
 

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