Buchhandlung Poetzelberger
S. POETZELBERGERAbschied von einer Tradition
Nach intensiver Feldforschung realisierte der Visuelle Anthropologe Franz J. Haller 1983 diese einmalige Filmdokumentation auf 16mm Film : allein mit seiner expeditionserprobten 16mm Bolex, ohne Team und ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Dies ist der einzige Farbfilm über dieses bäuerliche Handwerk im Südlichen Tirol. Der Film beginnt mit der Flachsernte auf Innergruab bei Familie Alois Zöschg in St. Nikolaus im Ultental. Der Film zeigt in Folge : Brecheln und Hacheln von Flachs, die Schafschur, das Wollewaschen, das Wollewiegen, Kardätschen und Spinnen, […]
DOKUMENTATION VON SIEGFRIED DE RACHEWILTZ & FRANZ J. HALLER Dieser 16mm Film, folgt dem Jahreslauf rund um das ‚Täglich Brot’ der Südtiroler Bergbauern sowohl in seiner Ergologie und Technologie als auch im damit verbundenen ganz besonderem Brauchtum. Der Film, ist eine einmalige, unwiederbringliche Dokumentation zur Südtiroler Volkskunde. Die Aufnahmen entstanden 1980 – 1984 ohne jedwede finanzielle Unterstützung : aus Überzeugung und Idealismus. Landwirtschaftsmuseum Brunnenburg Arbeitskreis Visuelle Dokumentation Südtiroler Volkskultur 39010 – Gargazon hallerfilm@yahoo.de © 1984 / 2010
MARTINO MARTINI SINOLOGE – KARTOGRAPH – MISSIONAR *Trient1614 – Huanxiou 1661 Als der Jesuit Martino Martini in China an Land ging, wurde ihm alsbald klar, dass der Konfuzianismus in die Missionsarbeit einzubeziehen war. Zur Rechtfertigung nach Rom zurückberufen, gelang es ihm, die Glaubenskongre-gation von dem forthin als Chinesische Riten bekannten Denkansatz zu überzeugen: ein Meilenstein im Missions-wesen. Doch Martinis Interessen galten weniger der Missionierung, als vielmehr den Natur- und den Sprachwissenschaften. Als Sinologe schuf er die erste Grammatik des Chinesischen, […]
DIE KÖNIG-LAURIN FRESKEN VON BRUNO GOLDSCHMITT 1911 erhielt der Münchner Maler und Illustrator Bruno Goldschmitt vom Bozner Hotelier Franz Staffler den Auftrag, im Lese- und Konversationsraum des neuen Hotels KÖNIG LAURIN in Bozen einen Freskenzyklus zu gestalten, der den ungewöhnlichen Namen des Hotels und den Lokalbezug der Sage verdeutlichen sollte. Die Sage vom Zwergenkönig Laurin ist im Dolomitmassiv des Rosengartens östlich von Bozen angesiedelt und liegt in inhaltlich unterschiedlichen Fassungen vor. Mädchenraub, Ungestüm, Ritterlichkeit, Mut, Vergeltung und Sühne, Minne und Herzeleid […]
Die Filmaufnahmen entstanden 1963 über das IWF-Göttingen (E675/1964, Stummfilm 32 Minuten, s/w) auf dem Unterlacher Hof in St. Jakob im Ahrntal. Korbflechter ist Herr Vitus Marcher. Im vorliegenden Film wird das Herstellen einen Tragkorbes gezeigt, wie er auf jedem Südtiroler Bauernhof zu finden ist. Er dient zum Herbeitragen von Gras und Heu oder zum Tragen von Lasten schlechthin. Diese Tragkörbe, durch die Konstruktion für bergiges Gelände besonders geeignet, entwickeln sich auf einem sehr kleinen Bodenbrett, nach oben hin weit aualadend. […]
DIE BUCHMALEREI DER AUGUSTINER CHORHERREN IN KLOSTER NEUSTIFT In der Buchmalerei ergänzen sich Kalligraphie, Farbenlehre, Miniaturmalerei und Vergoldung bis hin zur Entstehung einer einmaligen Illuminierten Handschrift, eines Missale oder eines Codex auf Pergament. In den klösterlichen Schreibstuben fertigten geschickte Kopisten in monatelanger Arbeit Doubletten der begehrtesten Werke aller philosophisch-theologischen Disziplinen an, die für den Adel und weitere Ordensklöster bestimmt waren. Ein Besuch der Bibliothek in Kloster Neustift ist neben dem Diözesanmuseum in Brixen der Höhepunkt eines kulturgeschichtlichen Streifzuges durch das Eisacktal. Arbeitskreis […]
Die Zigeuner – das fahrende Volk – sorgten schon immer für allerlei Argwohn, aber auch für Bewunderung ihrer vielfältigen Talente und ihres Hangs zu Eigenständigkeit. Im Etschland fühlen sich Zigeunerfamilien schon seit Jahrhunderten zu Hause und so ist es nicht verwunderlich, dass sie Ihre Toten auch hier begraben. Am Friedhof in Niederlana sind es etwa ein Dutzend Grabstätten mit traditionsreichen, klingenden Namen, die mit ihren besonderen Merkmalen unsere Aufmerksamkeit wecken. So sind nicht nur Stil und Anlage der Gräber eigenwillig […]
KITSCH IN TIROL Überlegungen zu einem völkerverbindenden Phänomen Kitsch ist schlicht gesagt phänomenal. Es gibt weltweit keine stilistische Ader, die keine „Verkitschung“ erfahren hätte. Dieses Phäno-men zieht sich nicht nur durch alle Bereiche des Alltagslebens, sondern es betrifft gleichwohl die Empfindung und das Benehmen sowie das künstlerische und intellektuelle Schaffen. Im Mittelpunkt stehen die Verniedlichung und zu Mitgefühl anregende, abgerundete Formen. Wichtig erscheint dabei vor allem die Vervielfältigung der entsprechenden Gegen-stände, wie Souvenirs, Kuscheltiere, Herz-und- Schmerz-Musik, Spielzeug, Kaufhauskunst oder Devotionalien. […]
Sie werden fragen : was hat BATAVIA mit SÜDTIROL zu tun ? … eine ganze Menge : denn im frühen 17. Jahrhundert folgte ein Sproß der niederländischen Kaufmannsfamilie Zeilinga dem königlichen Ruf in die Indonesischen Kolonien und der berühmten Ost-Indien Kompanie. Dort erwarb er in Verträgen mit dem Fürsten von Jog Djakarta ausgedehnte Plantagen , die frei von kolonialer Souveränität waren. Die Geschäfte liefen prächtig und so baute baute man in den 1930er Jahren in Batavia (heute Djakarta) das legendäre […]