Düngen mit Mischtknollen und Mischtloaben

„Mischtus isch Christus“ – diese alte Bauernweisheit stand am Beginn einer volkskundlichen Suche nach althertgebrachten Methoden zur Felderdüngung. Im Mühlwalder- und im Langtauferertal arbeiten noch einige Bauern nach alter Vorgabe und scheuen keine Mühe, ihren Stallmist auf die Felder zu bringen. Auf der Gorner-Alm stampft man den Mist in hölzerne Truhen, steckt die’Hörn‘ zum Befestigen der Ketten hinein und lässt ihn frieren. Der Abtransport der Knollen erfolgt über untergelegte Schindeln. Mit dem ‚Drembl‘ kann der Bauer das Gespann im Schneekanal lenken. Im Langtauferer Tal formt man ‚Mischtloaben‘ und schichtet diese einfach vor Ort auf. Eine Sonderform ist das sog. ‚Mischtschanzen‘, wobei zwei Leute mit Rückenkorb über ein Seil verbunden den Mist im Frühjahr auf den Feldern verteilen.

 
 

Aus dem Bildarchiv

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