Russische Stiftung Borodine

DIE RUSSISCHE STIFTUNG
BORODINE IN MERAN

Als Meran sich zum Curort mauserte, erfreute es sich alsbald eines internationalen Publikums nicht nur aus ganz Mitteleuropa, sondern auch aus dem zaristischen Russland. 1897 entstand aus dem groß-zügigen Vermächtnis der Nadežda Borodina ein Sanatorium für russische Lungenkranke nebst kostbar ausgestatteter orthodoxer Kirche, die vom Metropoliten Palladig aus St. Petersburg dem Hl. Nikolaus geweiht wurde.
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges blieben die russi-schen Gäste aus, die Stiftung verwaiste und bedeu-tende Kunstschätze kamen abhanden. 1973 erfolgte die denkmalpflegerische Unterschutzstellung der Kirche und ab etwa 1990 nehmen sich der Kulturverein RUS gemeinsam mit der Gemeinde Meran des Erbes der einst so glanzvollen Stiftung Borodine an.
Seither werden hier wieder orthodoxe Messen gelesen, eine russische Bibliothek wurde eingerichtet, und man veranstaltet regelmäßig Konzerte russischer Musik und Lesungen russischer Literatur.

Ein filmischer Essay von
Franz J. Haller
© 1997

 
 

Aus dem Bildarchiv

ZEIT_IM_EIS_1996220 _WSC0064 Partschins_Friedhof_Grabstaette_Peter-Mitterhofer_AS-Albumphoto_112 GARDONE_VILLA_FIORDALISO_SITZ_DES_JAPANISCHEN_BOTSCHAFTERS_HIDAKADSC_0110