Weben eines Bandes

Der Film entstand 1963 über das IWF (E 795/1965 – stumm, 5 Minuten) am Weißberg-Hof in St. Magdalena im Gsiestal. Leopold Weißberger bereitet die hölzerne“ Bänderstudl“ – Bandwebstuhl zum Wirken vor. Von einem mit 15 Spulen versehenen „Zettlrambl“ zieht er die jeweiligen Fäden durch die Löcher und Schlitze des „Kampen“. Sie werden die „Kette“ des zu wirkenden Bandes bilden. Dann bindet er die 15 Kettfäden an einem am „Garnrad“ befestigten Faden zusammen. Seine Tochter Magdalena setzt das Garnrad in Bewegung und es werden die vom Zettlrambl herlaufenden Fäden darauf aufgewickelt. Die Kettfäden werden abgeschnitten und verknotet. Nun wird von einer Spule Garn auf die „Schitze“ gewickelt. Dann nimmt er das verknotete Ende der Kettfäden in die linke Hand. Durch Auf- und Abbewegen verschiebt sich die Kette so, dass zwei verschiedene „Fächer“ entstehen und in Leinenbindung gewebt werden kann. Mit der rechten Hand schiebt er die „Schitze“ durch das jeweils neu gebildete Fach der „Kette“ hin und zurück, schiebt auch den jeweils durchgeschobenen Faden damit fest. Mit den äußeren Teilen der Schitze streicht er ab und an das inzwischen gewirkte Stück Band glatt. Werden die Kettfäden zu kurz, dreht er das Garnrad rüchwärts, damit die Kette wieder länger wird.

 
 

Aus dem Bildarchiv

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